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Telekom-Chef: «Ich freue mich über jede Baustelle»

Lasst uns optimistisch sein - auch beim Thema KI, sagt Telekom-Boss Tim Höttges.

Telekom-Chef Tim Höttges mahnt mehr Zuversicht an, damit Deutschland wieder vorankommt. «Ich freue mich über jede Baustelle, weil jede Baustelle ein Zeichen ist, dass etwas getan wird und sich in diesem Land etwas verändert», sagte Höttges der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir brauchen mehr Optimismus und sollten aufhören, in einer Negativspirale über jede Baustelle zu diskutieren.»

Es bringe nichts, sich über Baustellen aufzuregen und sie nur negativ als etwas zu sehen, was Stau oder längere Fahrtwege verursache. Auf längere Sicht verbesserten Baustellen die Situation. «Allerdings sollten auf den Baustellen auch Menschen arbeiten», sagte Höttges.

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«KI ist das größte Geschenk»

Optimismus sei Grundlage für eine Aufbruchstimmung, die es in Deutschland und Europa brauche. Beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet sich Höttges als «größten Optimisten». «KI ist das größte Geschenk, das die Menschheit zu meinen Lebzeiten bekommen hat.» Deutschland könne mit KI Kompetenzlücken etwa bei der Softwareentwicklung schließen und die Produktivität seiner Wirtschaft deutlich steigern. «KI kann jeden Bereich unseres Lebens ein Stück weit besser machen.»

Höttges warnte zugleich davor, an das Thema naiv heranzugehen. «Wir müssen jetzt aufpassen, damit die Vorteile von KI auch wirklich in der Breite der Bevölkerung ankommen und nicht nur ein paar Tech-Unternehmen profitieren oder Konsumenten manipuliert werden.» Es brauche klare Regeln für den Einsatz der Technologie. «Wir müssen KI demokratisieren und ein Stück weit domestizieren. Das ist machbar.» Die KI-Agenten müssten sich an die rechtlichen Rahmenbedingungen halten. Aus bislang bekannten Fehlern müsse man lernen und gegensteuern. 

Umbruch am Arbeitsmarkt

Sorgen vor Arbeitsplatzverlusten könne er nachvollziehen. Der Umbruch in der Beschäftigung sei aber unvermeidlich. «Jedes Unternehmen sollte sich fragen: Ginge es uns besser, wenn wir uns der KI-Entwicklung verweigern, oder schlechter?»

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KI werde die Arbeitswelt verändern. «Bestimmte Routinetätigkeiten werden wir reduzieren, aber dafür entstehen andere Jobs.» Gleichzeitig werde Deutschland in den kommenden Jahren aufgrund des demografischen Wandels schrittweise weniger Erwerbstätige und mehr Rentner haben. Einige Unternehmen bekämen dies bereits bei der Suche nach Fachkräften zu spüren.

«Wir brauchen KI, um die Dienstleistungsfähigkeit und Servicefähigkeit unserer Wirtschaft aufrechtzuerhalten», sagte Höttges. «Wir müssen die Chancen sehen und gleichzeitig die Sorgen der Menschen vor Veränderungen in der Arbeitswelt ernst nehmen.»

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